Montag, 16. September 2013

erst Schäufele, dann legendäre Erbsensuppe...

Schäufele, Schäuferle, Schäuferla, Schäufala oder Schäufelchen... nennt es wie ihr wollt.

Ich stehe auf jeden Fall die Tage an der Fleischtheke meines Vertrauens und freu mich wie Bolle, weil Schäufele im Angebot ist. Vor mir stehen noch drei Kundinnen und niemand von ihnen wusste, was das ist, geschweige denn, wie man es zubereitet.
Die Verkäuferin konnte sich dann ein Grinsen nicht verkneifen, als ich mit meinen 27 Jahren angefangen habe den älteren, gut betuchten Damen zu erklären, was das ist und was man damit macht ;)

Scheinbar ist Schäufele aber generell nicht ganz so bekannt. Ein weiterer Grund euch alle in mein Geheimnis einzuweihen =)
Zunächst einmal zum was ist das... also beim Schäufele handelt es sich um die flache Schweineschulter. Hier bei uns im Rheinland wurde sie vorher gepökelt und man bekommt sie ohne Knochen oder Schwarte.
Das Beste ist, dass ihr gleich für 2 Tage kochen könnt. Wie, das zeig ich euch gleich

Ihr braucht:

  • 1 Schäufele
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Stange Porree
  • 1 Stück Sellerie
  • 1 Lorbeerblatt
  • Pfeffer und
  • WICHTIG!!! KEIN SALZ!!!
Schneidet den Porreein Ringe und die Zwiebel in ganz große Würfel (also so in 8 Teile). Der Sellerie kann am Stück bleiben und schmeisst alles in nen großen Kochtopf. Ordentlich Pfeffer dazu und dann 3 Stunden köcheln lassen. (Nein... jetzt bloß nicht die Brühe weg kippen!!!)

Danach ist das Fleisch super zart und fällt fast von allein auseinander. Ich liebe dazu Kartoffelknödel und eine kräftige braune Sauce. Gerne auch Rotkohl.

Aber das wichtigste ist, was mit den Resten passiert.
Denn falls es einmal dazu kommen sollte, dass ihr noch etwas von dem Fleisch übrig habt, dann kocht doch einfach die beste Erbsensupper der Welt daraus. Und ich meine ich muss es wissen... immerhin hasse ich Erbsen in der Regel wie die Pest ^^

Ihr braucht:


  • die Schäufelereste
  • 1 Packung Schälerbsen
  • etwas getrockneter Majoran
das Ganze gebt ihr einfach in den Sud, in dem Ihr das Schäufele eben noch gekocht habt. Lasst Alles ca. 1 Stunde garen, bis die Erbsen bissfest sind (oder macht es wie ich und lasst es dann doch noch ein Paar Minuten weiter kochen ^^)
Evt. mit etwas Brühe, Fondor und Maggie abschmecken. Dann die Reste vom Schäufele zerrupfen und mit zugeben.

Lasst es euch schmecken!

Übrigens... die Suppe lässt sich auch 1a einfrieren

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