Donnerstag, 9. Januar 2014

Geflügelpita

Letzte Woche stand ich mal wieder bei Kaisers an der Kasse, warte, dass es weiter geht und schau so ein bisschen durch die Gegend, als mein Blick an einer Zeitschrift kleben bleibt.
"Lust auf Genuss" war der Titel, aber was mich förmlich angesprungen hat, war das Cover. Chili con Carne in einer selbst gebackenen Brotschale. Auf den zweiten Blick stand da "Heiss aus dem Ofen" und "Brot ganz neu genießen"
Ich musste gar nicht nachdenken und habe noch nichteinmal auf den Preis geachtet. Ich meine hallo? Eine ganze Zeitschrift über Brot? WTF?
Zu Hause habe ich mich dann direkt über den Inhalt her gemacht und bereue nicht einen Cent der ausgegebenen 4€


Ich konnte mich zunächst gar nicht entscheiden, was ich zuerst kochen möchte, aber dann fiel unsere Wahl aus Lamm-Gyros im selbst gemachten Fladenbrot. Sprich... Pita ♥
Leider sind wir aber nicht die super Lammfans und ich hatte noch Huhn im Kühlschrank, das dringend gemacht werden musste. Also habe ich ein paar Kleinigkeiten verändert. Hier was getauscht, da was weggelassen...
Wichtig ist, dass ihr Zeit einplanen müsst. Das Fleisch sollte mindestens 6 Stunden Zeit haben zu marinieren und das Brot braucht auch eine Weile.

Das Ergebnis ist eine unsagbar gute Geflügelpita!

Für das Brot braucht ihr neben 80 Minuten, die es gehen muss:

  • 10g frische Hefe
  • 50 ml warmes Wasser
  • 200g Naturjoghurt (ich hab normalen milden Joghurt genommen)
  • 1EL Salz und
  • 350g Mehl
löst einfach die Hefe im Wasser auf und gebt danach die anderen Zutaten dazu. Knetet mit den Händen einen schön, homogenen Teig und lasst ihn zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Minuten lang gehen. Ich stell meinen Teig immer ziemlich neben die Heizung. Das klappt prima ;-)
Damit der Teig oben nicht zu trocken wird, könnt ihr das Handtuch, mit dem ihr den Teig abdeckt ganz leicht anfeuchten.

Wenn der Teig gut aufgegangen ist, könnt ihr ihn in 4 Teile teilen und diese zu jeweils ca 20cm langen und 10cm breiten Fladen formen. Die dürft ihr dann weitere 30 Minuten gehen lassen.

Gebacken werden sie bei 225°C Ober- Unterhitze für 15 Minuten

Ich denke, dass ich die Pitabrote öfter machen werde, da sie super schmecken und toll zu kombinieren sind. Evt werde ich sie das nächste mal auch etwas runder backen, aber dann werd ich euch auch weiter informieren ;-)



Für das Fleisch braucht ihr:

  • laut Originalrezept 600g Lamm. Gemacht hab ich es allerdings mit
  • 400g Huhn. Außerdem braucht ihr
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 große Knoblauchzehen
  • 1 EL getrockneter Tymian
  • 1 EL getrockneter Oregano
  • 2-3 TL scharfes Paprikapulver
  • Ich habe nach 5 Stunden noch 3 TL Gyrosgewürz hinzugegeben

Mein Fleisch war gefroren, also habe ich es einen Tag vorher aus dem Froster genommen. Der Kern war aber noch immer gefroren, was sich beim Schneiden durchaus als Vorteil rausgestellt hat. Ich habe das Fleisch in ganz dünne Scheiben geschnitten und zusammen mit dem ganzen anderen Plunder in eine Schüssel gegeben. Ordentlich durchrühren, Alufolie drauf und dann ab in den Kühlschrank.

Wenn es dann soweit ist, bratet ihr das Fleisch ohne weitere Zugabe von Fett scharf in einer großen Pfanne an, bis alles knusprig ist =) Jetzt noch kurz mit Salz und Pfeffer abschmecken (falls nötig) und fertig ist auch das

Der letzte Teil besteht dann wohl aus dem Zazicki Dipp. Auch den habe ich jedoch angepasst, weil Minze und Griechischer Joghurt zwar gut zu Lamm, nicht aber so gut zu Huhn schmeckt ;-)

Genommen habe ich also für den Dipp:

  • 150g Magerquark
  • 150g Schmand
  • 1 Schlangengurke
  • etwas Kräutersalz
  • Pfeffer
  • 2 Knoblauchzehen und
  • 1 EL Zitronensaft


Die Gurke hab ich zunächst geschält und entkernt und dann grob gerieben zum entwässern hab ich sie dann gesalzen und 15 MInuten stehen lassen. Danach das übrige Wasser abgeschüttet.

Quark, Schmand, gepressten Knoblauch und Zitronensaft hab ich in der Zeit zusammengerührt und auch ein paar Minuten ziehen lassen, bis ich die Gurke hineingegeben habe. Dann etwas abgeschmeckt und ziehen lassen. Grade der Quark kann viel Salz schlucken. Also immer nach und nach würzen.

Dazu reicht ihr dann noch
  • rote Zwiebeln, in Ringe geschnitten
  • Tomatenscheiben
  • Blattsalat oder Romanasalat


Wir haben zu dritt gegessen und es war genau die richtige Menge. Das nächste mal backe ich die Brote trotzdem was kleiner, weil noch einiges an Füllung übrig geblieben ist.

Ich wünsche euch einen guten Appetit und viel Spaß beim nachkochen ♥

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