Montag, 22. September 2014

[Backen] gedeckter Apfelkuchen

Erst einmal tut es mir leid, dass es hier grade so ruhig ist, aber ich hatte in letzter Zeit wirklich viel zu tun. Vorstellungsgespräche, Arbeit, dicke Erkältung und dazwischen kam noch eine Hochzeit dazu.
Ich hoffe ihr seht es mir nach. Dafür habe ich heute ein tolles Rezept, das ich im ersten Anlauf leider gar nicht essen wollte ;)

Ich freue mich jedes Jahr unheimlich auf den 26. September, denn da hat der Opa vom Herrn Randale Geburtstag und jedes Jahr gibt es Opas legendären, gedeckten Apfelkuchen. Und jedes Jahr muss ich mich aufs neue zwingen nicht 3 und 4 Stücke in mich hinein zu schaufeln.
Deswegen war ich dieses Jahr so schlau, einfach mal nach dem Rezept zu fragen. Und tadaaa... ich habe es bekommen. Nachdem ich mich ein klein wenig über die Zutaten gewundert habe, habe ich nichts desto trotz schnell alles eingekauft und dann ging es los:



Das Rezept sieht für eine 28cm Springform vor:


  • 400g Mehl
  • 200g Butter
  • 160g Zucker
  • 2 Eier
  • 2 TL Backpulver
  • 2 Pck. Vanillezucker

  • 1,2 kg Boskop Äpfel
  • 750 ml trockener Weißwein (durch Apfelsaft austauschbar)
  • 250g Zucker
  • 3 Pck. Vanillepuddingpulver

Die Zubereitung ist eigentlich ganz einfach.
Heize den Ofen auf 180°C vor.
Knete einfach aus Mehl, Butter, Zucker, den Eiern, Backpulver und dem Vanillezucker einen schön geschmeidigen Teig. Stell ihn jetzt erst einmal in den Kühlschrank.

Danach müssen die Äpfel geschält und gestiftelt werden. Jetzt wird der Pudding gekocht. Statt mit Wasser wird er in diesem Fall mit Wein gekocht. In der ersten Variation habe ich mich genau an das Rezept gehalten. Das ist aber nur was für wirkliche Weinliebhaber, zu denen ich leider nicht gehöre. Hier hat mir Opa irgendwas verschwiegen ;-)
Im zweiten Versuch habe ich 600 ml natürtrüben Apfelsaft mit 100 ml Wasser und 50 ml Apfelschnaps gemischt.
Einen Teil habe ich wie beim normalen Pudding kochen vorher abgeschöpft, um das Pulver anzudicken. Den Rest habe ich mit dem Zucker kurz aufgekocht und dann den angerührten Pudding hinzugegeben. Kurz aufkochen lassen. Jetzt die heiße Masse schnell über die Äpfel kippen und das Ganze gut durchrühren.

Roll nun etwa 2/3 des Teiges aus und leg ihn in die Form. Dabei solltest du ihn am Rand schön hoch andrücken.. Füll nun die Apfel-Pudding-Mischung in die Springform. Roll jetzt den Rest des Teiges aus und leg ihn als Deckel auf den Kuchen.

Der Kuchen wird nun 50 Minuten gebacken. Nach dem Auskühlen gebe ich immer Zuckerguß oben drauf. Danach sollte er etwa einen Tag kalt stehen. Ich versuche ihn wirklich 24 Stunden stehen zu lassen.
Je nach Geschmack kann der Wein in jedem Verhältnis ausgetauscht werden. 375 ml Wein und 375 ml Apfelsaft oder evt auch einen Teil durch Apfel Cidre, ganz nach eigenem Gusto. Da ich selbst kein Weinfan bin, versuche ich grade noch das Perfekte Verhältnis zu finden (aber es kann ja nicht jeden Tag Apfelkuchen geben ;-), weswegen ich auch den ersten Kuchen überhaupt nicht essen wollte.

Ich wünsche dir/euch also viel Spaß beim nachbacken und würde mich riesig über Berichte und Bilder freuen.

Außerdem muss ich euch noch meine neue Gebäckzange zeigen. Als ich letzte Woche mit dem Herrn Randale in Köln war, habe ich sie auf einem Antikmarkt gesehen und mich gleich in sie verliebt ♥



Freitag, 19. September 2014

[Motivtorte] Fuchs du hast mein Herz gestohlen...

...und nein er gibt es nicht mehr her. Nicht seit Samstag. Denn da haben sich beide Füche das Ja-Wort gegeben ♥
Leider habe ich bisher nur einen Schnappschuss von der Torte und ein schlechtes Handybild. Ich hoffe aber im Laufe des Tages noch ein netteres Bild zu bekommen.




Gewünscht war ursprünglich nur ein Erdbeerherz *gähn*, weil der Bräutigam kein "Kuchentyp" ist. Aber wie sehen denn bitte Brautfiguren auf einem Erdbeerherz aus? Und vor allem, wie soll ich mit einem handelsüblichen Haushaltsbackofen ein Herz für 70 Gäste backen?
Es war also höchste Zeit für ein konspiratives Treffen mit der Braut. Gesagt getan. Christina, der Fuchs in spe, hat sich dann zusammen mit mir für 4 Erdbeerherzen in Form eines Kleeblatts entschieden. Mittelpunkt des Kleeblatts sollte dann eine kleine, zwei stöckige Torte sein.



Weil ich natürlich Stress vermeiden wollte, habe ich die Figürchen mehrere Wochen vor der Hochzeit gebastelt. Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass sie mir kaputt fallen, wenn ich sie, um ihre Position auf der Torte zu bestimmen, drauf setze. Der Kuchen war gebacken, die Ganache war einfach perfekt, der/die/das neue Fondant fabelhaft und dann sowas... Natürlich musste ich an dem Freitag Abend auch noch arbeiten, was mir überhaupt nicht gepasst hat. In einer schrecklichen Nachtschicht musste ich dann neben der Blattdeko auch noch ein neues Brautpaar basteln.
Nach nur einer Stunde Schlaf ging es auch schon zur Kirche und danach zum Sektempfang. Danach bin ich dann ersteinmal wieder nach Hause. Die Blätter mussten noch angeklebt werden und auch die kleinen Erdbeerherzen brauchten noch ihre Schokodeko. 




Am meisten Angst hatte ich vor dem Transport. Ich habe also alles so gut wie möglich in die Torten Caddys gepackt, habe diese dann so ins Auto gequetscht, dass nix rutschen oder kippen kann und bin wie ein über 80-jähriger Fahranfänger zur Location gefahren.

Zum Glück ist alles heile angekommen. Leider konnte ich dann die Torte aber noch nicht aufbauen. Das musste dann während dem Essen passieren. Alles halb so wild. Meine anfängliche Sorge, ich würde die Herzen nicht mehr in einem Stück von den Tortenplatten bekommen, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Alles passte super und zum Schluss musste nur noch des Stiel aus frischen Erdbeeren gelegt werden.

Geschmeckt hat es zum Glück allen und das ist ja die Hauptsache =)