Freitag, 28. August 2015

[Backen] Pink Ombre Cake

Vor einiger Zeit, es muss so 2012 gewesen sein, habe ich mir aus irgend einer Zeitschrift ein Rezept für einen Ombre Cake heraus geschrieben. Leider konnte ich nicht mehr ganz nachvollziehen, welche es war. Ich glaube aber es handelte sich um die Lecker Bakery.

Das Rezept für die Böden habe ich jetzt schön des öfteren für meine Layer Cakes (Schichtkuchen) verwendet und finde es super lecker und man muss auch nur wenig "Haube" abschneiden. Da ich aber kein großer Fan von Buttercreme und Frostings bin, habe ich noch keinen im kompletten Ombrelook gebacken. Aber auch als Grundkuchen für eine Fondanttorte ist das Rezept optimal.

Diese Woche habe ich gleich zwei pinke Ombre Cakes gebacken und auf mehrfachen Wunsch hin, bekommst du jetzt natürlich auch alles Infos und Bilder dazu. Die Oben-Torte gabs die Tage ja schon einmal in Bilder.


Also zunächst einmal zu den Farben an sich. Ich selbst mag es ganz gerne, wenn die Farbunterschiede in den Böden gut zu sehen sind. ich habe auch schonmal einen gebacken, bei dem die Übergänge fließender sind. Das passte in dem Fall wirklich gut zum Gesamten sehr pastelligen Thema, aber generell mag ichs etwas krasser, wie zum Beispiel hier. Eine freundin nennt den Kuchen deswegen auch gerne Colour Blocking cake :D
Zum färben benutze ich Wilton Gelfarben. Auf die genaue Farbzusammenstellung komme ich aber später noch einmal zurück.

Diese Minitorte (12cm Durchmesser) war für meine Schwägerin in spe, Lisa, die an ihrem Geburtstag selbst im Urlaub war. Aber mal ehrlich... nur, weil jemand seinen Geburtstag im Urlaub feiert, hat er/sie doch auch Anspruch auf eine leckere Geburtstagstorte, sobald man nach hause kommt.
Und genau das gabs gestern.

Die beiden sind um 14:30 Uhr gelandet und zur selben Zeit stand ich in strömendem Regen auf dem "Blumen selber schneiden Feld" und habe danach die Wohnung ein bisschen dekoriert. Blumen und Törtchen sind dabei neben ein paar kleinen Geschenken unerlässlich ;-)
Ich selbst bin kein großer Fan der Farbe rosa, fand es aber fürs Geburtstagskind äußerst passend. Also habe ich genau wie vor einer Woche gebacken. Auf Grund der Größe der Torte musste ich mich allerdings auf four shades of pink beschränken.

Am einfachsten ist es übrigens, wenn man mehrere Springformen in der gleichen größe besitzt. Ich habe zum Beispiel 3 Springformen mit 18 cm Durchmesser. So muss ich maximal in zwei Durchgängen backen. Ich habe mir aber tatsächlich überlegt, ab ich mir das Layercake Set von Wilton kaufen soll. Die hab ich die Tage als 5er Set und 3er Set gefunden. Das 3er Set erleichtert einem sogar das Backen von Karo- oder Schachbrettkuchen. Ich habe mich da jedoch noch nicht entschieden.
Jetzt aber zum Rezept in einfacher Menge. Für 4x18cm musst du das Rezept dann natürlich verdoppeln. Ich backe aber lieber Schrittweise und bereite den Teig dann frisch zu, als 2 Böden zu backen und den anderen Teig einfach nur ruhen zu lassen. Auch deswegen immer nur folgende Portion und dann eben mal zwei.

Für 4x12cm oder 2x18 cm brauchst du:
  • 150g weiche Butter
  • 140g Zucker
  • 3 Eier
  • 25ml Buttermilch
  • 1 gestrichenen TL Backpulver (wirklich nicht mehr!)
  • 110g Mehl
  • 50g Speisestärke
  • Lebensmittelfarbe
Gefüllt habe ich den Kuchen mit einer einfachen, selbstgemachten Erdbeermarmelade

Beginne wie immer mit dem Vorheizen des Backofens auf 170°C bei Ober- Unterhitze. Natürlich hast du Eier und Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen, damit diese Zimmertemperatur haben und so besser zu verarbeiten sind ;-).
Schlage dann Butter und Zucker schaumig und gib nacheinander die Eier hinzu. Währenddessen kannst du schon einmal die trockenen Zutaten abmessen und sieben. Ich bin ja ganz ehrlich... ich siebe das Mehl nicht immer, wenn aber Stärke mit im Spiel ist tue ichs immer, weil die gerne mal klumpt.
Gib nun die Buttermilch zur Butter-Zucker-Eimasse und lass die Mehlmischung danach langsam einrieseln. Rühre aber nicht zu lange, das macht den Teig nicht besser ^^

Teile den Teig nun in 4 Teile (ich nehme dazu auch gerne die Waage zur Hand) und nun kann die Schweinerei beginnen. Suche dir die Farben raus, die du gerne benutzen möchtest. Ich habe folgendermaßen gefärbt:


Der erste Boden hat nur eine winzige Zahnstocherspitze Pink/Rosa erhalten.

Der zweite Bodenbekam eine ordentliche Zahnstocherportion Rose/Rosado

Der Dritte bekam viel Pink/Rosa und Rose/Rosado und eine Winzigkeit Burgundy/Color vino tinto

Der vierte Boden hat so ziemlich alles abbekommen. Rose, Burgundy und Violet/Violeta, davon jedoch nur ein wenig, da das Violett sehr blaustichig und dunkel ist. Ich glaube bei einem mal war mir das zu bläulich und ich habe noch ein wenig Christmas Red/Rojo navidad hinzugefügt.

Beginne aber immer erst mit wenig Farbe und füge bei Bedarf mehr hinzu. Benutze dafür immer nur einen Zahnstocker oder den Stiel eines Teelöffels. Sie ist sehr ergiebig und es ist immer echt doof, wenn die Farbe dann doch zu kräftig ist. Vor allem bei den sanften, hellen Farbtönen.

Verrühre die Farbe im Teig lieber länger und intensiver, sonst hast du nachher helle Flecken im Teig oder aber Farbschlieren ;-)
Verteile den Teig in den entsprechenden, vorbereiteten Springformen (Backpapier unten, gebuttert und mehliert an den Seiten) und backe ihn für 25 Minuten, vergiss aber die Stäbchenprobe nicht. Wenn ich die Böden in den 12er Förmchen backe, teste ich ab Minute 20.

Lass die Böden auf einem Kuchengitter auskühlen und löse sie dann vorsichtig aus der Form. Jetzt bei Bedarf nur noch ein wenig zurechtschneiden und schon kannst du zum Hochstapler werden ^^

Anschnitte der beiden Torten der Woche bekommst du hier natürlich auch noch.



Sonntag, 23. August 2015

[Motivtorte] Oben / Up

Heute hat eine ganz liebe Kollegin, oder leider jetzt ehemalige Kollegin Geburtstag und letztes Jahr hat ihr Freund (den ich auch schon seit fast 25 Jahren kenne) ihr einen Geburtstagskuchen gebastelt. Genau... gebastelt. Ich habe ihn gebacken, gefüllt und eingestrichen, aber er hat sich das erste mal mit dem komischen weißen Zuckerzeug, auch Fondant genannt, beschäftigt. Denn einfach nur um eine Torte zu bitten kam ihm nicht in die Tüte =) Immerhin sollte seine Freundin ja sehen, dass er sich auch selbst bemüht hat
Heraus kam eine super süße Findet Nemo Torte, auf die er auch zu Recht stolz war.

Dieses Jahr dachte sich der liebe Philipp wohl: "Was einmal zieht, zieht auch ein zweites mal" und hat es wieder gewagt. Und ich kann nur sagen... es hat sich gelohnt! Oder was meinst du?



Wieder habe ich den Kuchen wieder gebacken, gefüllt, eingestrichen und eingedeckt. Drin steckt übrigens ein rosa farbener Ombrecake. Das Rezept bekommt ihr die Woche auch noch, aber ich Schussel hab natürlich vergessen ausreichend vernünftige Fotos zu schießen.
Naja kein Problem. Ich hatte eh vor den so oder so ähnlich noch einmal zu backen. Dann reiche ich die später nach und ihr bekommt vorerst nur ein Anschnittbild ;-)

 Auch dieses mal haben wir uns für einen Animationsfilm als Dekoelement entschieden. Ich hoffe man erkennt, um welchen Film es sich hier handelt.
Genau! Natürlich handelt es sich um Pixars und Disneys "Oben" oder auch einfach "Up". Da Philipp jetzt aber schon ein wenig Erfahrung mit Fondant hatte, habe ich nur assistiert und ihn die gesamte Planung übernehmen lassen.
Schnell war das Grundmotiv gefunden und so wurde Stück für Stück geschnitten, vermessen, geplant und zusammen gepuzzelt.


Und wie schon vermutet ist natürlich alles gut gegangen und das Ergebnis ist meiner Meinung nach wirklich super! Vor allem, wenn man bedenkt, dass es erst sein zweiter Versuch war und der Erste schon ein Jahr her ist.

Jetzt heißt es nur noch Daumen drücken, dass auch das Geburtstagskind heute mit dem Ergebnis zufrieden ist. Sowohl außen, als auch innen, aber das werden wir wohl erst gleich mit erleben.
Natürlich halte ich dich hier darüber auf dem laufenden. Jetzt heißt es also Sachen packen und los geht´s!

Hier gibts dann jetzt noch schnell ein Bild vom Anschnitt =)

 




Dienstag, 11. August 2015

[Kochen] Couscoussalat oder wenns mal wieder schnell gehen muss

Wenn der Mann abends mit den Worten "Ich hab morgen übrigens noch nichts zu Essen" ins Wohnzimmer kommt, hab ich keine Lust noch aufwändig etwas zu kochen. So eine Portion Couscous kocht sich aber fast von alleine. Ein bisschen heißes Wasser drauf, ziehen lassen, in der Zeit Gemüse klein schnibbeln und tadaaa... so schnell kanns gehen.


Einfach den Couscous nach Packunsanweisung garen (wer mag, gart ihn in etwas Gemüsebrühe) und alles klein schnibbeln, was man so mag. Bei mir waren es Tomate, Paprika, Frühlingszwiebeln, Gurke 40g Feta oder wahlweise ein paar TL Thunfisch. Ganz nach eigenem Geschmack. Dann darf alles zusammen mit dem Couscous in einen Topf.

Das wichtigste ist aber das Dressing. Hier halte ich mich halbwegs an die Angaben von Weight Watchers

Du brauchst:
  • 1/2 TL gelbe Currypaste
  • 1/2 TL Sambal Olek
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL Öl
  • 1 TL Essig
  • etwas Limettensaft
  • Salz
  • Pfeffer 

Mische nun einfach alles zusammen und rühre es gut unter den Couscous. Ich lasse das Ganze dann gerne noch etwas stehen (gerne auch mal mehrere Stunden) und stelle den Salat, in Gläser gefüllt, in den Kühlschrank. Natürlich musst du selbst wissen, ob du ihn lieber lauwarm oder doch ehr kalt magst =)

Ich stell mich dann jetzt mal in die Küche und misch eine Portion (heute mit Feta und Thunfisch) für morgen mittag zusammen, damit nicht nur der Mann, sondern auch ich was für die Arbeit haben. Bei uns gibts ihn aber heute mit Bulgur, statt Couscous, aus dem einfachen Grund, dass der offen im Schrank steht und ich keine Lust habe jetzt noch einkaufen zu gehen ;-)



Dienstag, 4. August 2015

[Motivtorte] Babyparty für Noah



Bald wird der kleine Noah geboren. Das erste Kind von sehr sehr guten Freunden und wir fiebern seit Anfang der Schwangerschaft kräftig mit. Als die beiden uns dann erzählt haben, dass sie vorher gerne eine kleine Babyparty veranstalten wollen, hat es natürlich sofort in meinem Kopf gerattert. Ich wollte zu diesem Anlass unbedingt eine Torte machen, mich aber nicht aufdrängen. Was ein Glück, dass die beiden sich genau das von mir gewünscht haben.

Noch viel schöner war, dass sie mir jede kreative Freiheit gelassen haben. Der Plan war zunächst das Geschlecht geheim zu halten und es erst durch den Anschnitt der Torte zu offenbaren. Das hat die Mutter dann genau einen Tag durch gehalten, bis wirklich jeder wusste, dass es ein Junge wird ;-)
Somit habe ich dann auch all meine Pläne umgeschmissen, nur ein grobes Farbkonzept beibehalten


Auch geschmacklich waren mir eigentlich keine Grenzen gesetzt, wobei ich mich für evergreens entschieden habe.
Die untere Torte war ein Wunderkuchen mit Sahne, Limettensaft und Zitronenschale, gefüllt mit einer Himbeer-Mascarponecreme und die obere ein Wunderkuchen mit Kakao und einer Schokobuttercreme gefüllt.



Den Elefanten habe ich spontan in einer schlaflosen Nacht modelliert und freue mich (ja immernoch), dass er so gut angekommen ist. Vor allem, da ich zunächst nicht einmal selber wusste, was ich da tue und wie dieser Klumpen grau-blauer Fondant irgendwann mal zu einem Elefanten werden soll ;-)



Für die Buchstaben habe ich meine geliebte Martha Steward Mould (wobei ich sie für etwa 10€ geschossen hab) benutzt .

Leider hat die Torte beim Transport ein paar Macken abbekommen, aber zum Glück tut das dem Geschmack ja keinen Abbruch =)
Die Gäste waren total begeistert, allen voran Noahs Eltern und Großeltern.

Neben der Torte gab es dann noch einen Kirsch-Schokino-Gugelhupf, ein paar intolerante Muffins und Kuchenpralinchen mit Schoko und Kokos.


Aber hier noch schnell ein Schnappschuss der Anschnitte.