Freitag, 30. Oktober 2015

[Kochen] Currywurstsoße



Ich muss euch was gestehen... ich wohne zwar am Rande des Ruhrgebiets und war als Kind schon oft dorft unterwegs, habe meine allererste Currywurst aber erst mit 15 Jahren auf einem winzigen Weihnachtsmarkt hier im Kreis gegessen. Wieso? Keine Ahnung! Wahrscheinlich war sie bei uns zu Hause halt nicht so beliebt. Da gabs zu Pommes immer Gyros (damals wars auch einfach das Beste im Umkreis von 100km) und die ganze Familie war zufrieden. Ein weiterer Grund dafür könnte sein, dass ich nie großer Fan von Bratwurst war und dementsprechend nie darauf gekommen bin mir eine in der Frittenbude zu bestellen.

Meine erste Currywurst war dann auch nur so semi lecker, muss ich leider gestehen. Deswegen habe ich die Wiederholung dieser Tat ersteinmal weit zurück geschoben. Irgendwann hat mein Freund aber angefangen von einer Lokalität zu schwärmen, die angeblich die beste Currywurst in der Gegend haben soll und für ihn noch viel wichtiger, in jedem Schärfegrad, der einem beliebt (die schärfste Wurst darf man übrigend nur anschauen, nicht essen =D). Also sind wir ins "la Bougie im Spö" nach Mönchengladbach-Rheydt gefahren. Da habe ich dann meine erste gute Currywurst gegessen. Die war sogar so gut, dass wir drei Wochen später noch einmal hingefahren sind und gleich meinen Vater mitgenommen haben, da ich wusste, dass der voll auf sowas steht. Neben Currywurst im klassischen Sinne gibt es übrigens auch ganz ganz viele andere Kreationen. Sich da zu entscheiden ist schon gar nicht so leicht (nur, falls da mal jemand essen gehen will ^^ ich empfehle es gerne weiter)

Die nächste Wurst gabs dann erst wieder in Berlin. Da gibts die Beste, haben sie gesagt, die musst du unbedingt probieren, haben sie gesagt, Curry 36, haben sie gesagt. Also wir da direkt am ersten Abend hin... ja... Wurst mit Soße... bzw mit extra gewürztem Curryketchup. Ich war ziemlich enttäuscht. Am lezten Tag in Berlin habe ich dann der Wurst aber noch eine Chance gegeben und eine bei der Wursterei in der Nähe vom Zoo geordert und ich muss sagen, dass war eine super Idee. Die Soße war toll, die Wurst genau richtig. Aber ich kann ja nicht jedes mal, wenn ich Currywurst essen will weiß Gott wohin fahren.
Irgendwie musste das also auch so gehen. Meine Mutter hat irgendwann dann mal ein Rezept für Currysoße auseiner Zeitschrift rausgesucht. Wenn ich jetzt nur wüsste, welche das war. Ich hab mir das dann grob notiert und es letzte Woche wieder in die Finger bekommen. 
Ich hab mir dann ja auch vor kurzem erst diesen Lidl Thermomixverschnitt gekauft, auch Thermomix für Arme genannt. Mein Monsieur Cuisine, wir nennen ihn auch Jaques, muss sich aber gar nicht verstecken. Ich find ihn super, so wie er ist. Und da die Zubereitung der Sauce etwa eine Stunde dauert und ich noch soooo viel anderes im Haushalt zu tuen hatte, hab ich Jacque für mich arbeiten lassen, was aber nicht heißt, dass man das Ganze nicht auch genauso gut im Topf hinbekommen kann.
Geplant war ein Abend mit 6 Freunden und jeder Menge Fußball. Und sobald es um mehr als vier Personen geht, fange ich scheinbar an uns zu überbevorraten und habe gleich eine große Portion gekocht. Zudem verringert sich ja auch die Zeit nicht, wenn ich weniger kochen würde, also darf dann auch mal ein bisschen mehr sein.



Du brauchst also für 3 mittelgroße Einmachgläser


  • 500 ml Cola (mein nächster versuch startet mit Zero)
  • 6 EL Apfelmus (hier selbst gekochtes)
  • 1 Zimtstange
  • 4 EL Currypulver, gehäuft
  • 2 EL Worcestersauce
  • 1 guten Schuss Zitronen- oder Limettensaft
  • 500 ml Tomatenketchup
  • 4 EL Curryketchup
  • 550g stückige Tomaten und
  • 1 1/2 TL Kreuzkümmel
Zunächst muss die Cola um etwa 1/4 ihres Volumens einkochen. Sobald das erledig ist, kannst du alle anderen Zutaten, bis auf die Zimtstange hinzu geben und alles für 45 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Immer wieder umrühren und den Deckel nicht vergessen, denn es kann ordentlich spritzen. Nach etwa 20 Minuten der Zeit kannst du dann die Zimtstange hinzu geben und fertig kochen lassen.
Wenn die Soße durch ist, einfach die Zimtstange herausfischen und alles noch einmal ordentlich durchpürieren und ich heiß ausgespülte Gläser füllen. Im Kühlschrank gelagert halten sie einige Wochen. Wie lang genau, kann ich nicht sagen, weil sie hier schlicht und ergreifend nicht so lange hält.



Besorg die jetzt einfach ein paar feine Bratwürste, schneide sie an, ich man die Kreuzform optisch einfach am liebsten, und brat sie so, wie du sie gern magst.
Nehem sie kurz aus der Pfanne und schneide sie klein und wirf sie wieder rein. Gieße jetzt so viel von der Currysoße drüber, wie du willst.



Währenddessen noch schnell eine Zwiebel in halbe Ringe schneiden, diese dann in etwas Mehl wälzen und in viel Öl ausbacken bzw frittieren, bis die Zwiebeln goldbraun sind.


Jetzt nur noch schnell alles anrichten und es kann geschlemmt werden ♥


Dann wünsche ich viel Spaß beim nachkochen und guten Appetit.


Dienstag, 27. Oktober 2015

[Kochen] Opas deftige Bohnensuppe

Bei meinen Großeltern gabs bestimmte Gerichte, die mein Opa kochen musste. Unter anderem war das die Bohnensuppe. Und genau wie früher schmeckt sie auch heute noch. Zum Glück hat mein Opa das Rezept nämlich noch zeitig weiter gegeben, sonst würden wir die Suppe heute leider nicht mehr essen.
Eigentlich ist es glaub ich streng genommen ein Eintopf. Irgendwie mag ich das Wort Eintopf aber nicht (wer weiß wieso).

Der Mann ist krank. Und nicht mit so ner 0815 Männergrippe sondern mit so richtig fiesem Husten und ekligem Grippezeug. Heute war er dann endlich beim Arzt und der hat ihm viel warmes mit viel Flüssigkeit und viel leckere Suppe verschrieben. Und mit einem kranken Mann leg ich mich nicht an :D
Die Suppe kennt der Mann von meiner Mutter und ich hatte spontan Lust die auch mal endlich selbst zu kochen (sonst hol ich mir nämlich einfach eine Dose voll beim Mutti ab).
Für mich muss so ne Suppe, bzw so ein Eintopf, übrigens halbwegs einfach zu machen sein und für viele Leute reichen, so kann ich einige Portionen einfrieren für faule Abende ;-)












Also jezt aber genug erzählt... für einen großen Topf brauchst du:
  • 450g Brechbohnen TK
  • 75-100g Speck
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • Bohnenkraut (ganz wichtig!)
  • 1x Rinder- oder Gemüsefond
  • Rinder- oder Gemüsebouillon
  • Wasser
  • 3 mittelgroße oder 5 kleine Kartoffeln
  • 2 Cabanossis oder Mettenden
  • 4 große Wiener Würstchen
Die Zubereitung ist ganz einfach. Lass in deinem Suppentopf (ich persönlich liebe ja DIESEN hier [nein, keine Werbung. Ich mag den einfach super gern und koch das nahezu alles drin]) und gib die Zwiebeln dazu, bis sie glasig sind. Gib dann etwa 1 TL Bohnenkraut dazu und brate es n Minütchen mit. Lösche alles mit dem Glas Rinderfond ab und strecke das Ganze mit der selben Menge an Wasser. Jetzt brauchst du noch 1 Glas Bouillon. Ich nehme hier immer die Bouillon pur von Knorr, schmeiß sie in das leere Glas vom Rinderfond, gieße es mit heißem Wasser auf, rühr bis sich alles aufgelöst hat und fertig.
Schäle und würfel die Kartoffeln und schneide die Cabanossis klein. Gib alles in den Topf und lasse die Suppe solange Köcheln, bis die Kartoffeln sogut wie durch sind. Schütte dann einfach die Bohnen hinein und schnibbel die Wiener in mit rein. Lass alles noch weitere 10 Minuten köcheln, dann sollten die Bohnen fertig und warm sein, und fertig ist die Suppe.




Uns schmeckt sie am besten mit frischen Brötchen mit Maggi und guter Butter ♥

Sonntag, 18. Oktober 2015

[Backen] Brioche - Französisches Weißbrot

Ich mochte Frankreich nie besonders. Als Kind war ich 2 mal in der Bretagne im Urlaub. An sich nettes Häuschen, Meerblick und nur wenige Minuten bis zum Strand. Gruselig wurde es dann aber bei einem Restaurantbesuch.
Ich weiß nicht einmal mehr, was ich gegessen habe, aber ich fand es ganz gruselig. Selbst die Pommes an der Strandbude waren unterirdisch. Zum Glück haben wir in einem Ferienhaus gelebt, sodass die Muddi überwiegend gekocht hat. Verhungern mussten wir also alle nicht ;-) Dieses Erlebnis hat sich so in mein Gedächtnis gebrannt, dass ich nie wieder freiwillig hin wollte, zumal ich auf französisch nur beleidigen/fluchen kann und nicht ein Wort verstehe. ^^

Aber dieses Jahr oder spätestens im Frühling 2016 muss ich wohl doch noch einmal nach Frankreich. Unsere geliebte Käthe ist nämlich als Austauschlehrerin schon das zweite Jahr in Frankreich. So richtig mitten drin, und das meine ich wörtlich. Sie wohnt in Bourges, was in der theoretischen Mitte Frankreichs liegt. Und ich fürchte, wenn ich da bin, werde ich auch dort essen müssen ^^ ich werde also mein Kindheitstrauma überwinden müssen, die Arschbacken zusammenkneifen und meinen Eindruck der französischen Küche etwas auffrischen (und ich bete, dass ich positiv überrascht sein werde).


Angefangen haben wir jetzt zu Hause erst einmal mit französischem Gebäck in aller Art. Mein Freund war dieses Jahr schon da unten und hat mir die besten Macarons mitgebracht, die ich bisher je gegessen habe.
Danach fing der Herzmann an Brioche zu kaufen, weil es scheinbar in Bourges Blut geleckt hat, was mich dann natürlich dazu gebracht hat das doch einfach mal selbst machen zu wollen. Also hab ich ein paar Rezepte gewälzt und meine Fühler ein wenig ins Nachbarland ausgestreckt und auch ein ziemlich gutes Ergebnis herausbekommen. 


Kleiner Fakt nebenbei... ihr kennt ja sicher alle den Spruch: Wenn das Volk kein Brot hat, dann soll es eben Kuchen essen. Kuchen war in dem Zitat Brioche, welcher damals ehr als Kuchen galt, als heute. bekannt war Brioche hier in Deutschland auch als Apostelkuchen.

Wie das Ganze funktioniert verrate ich natürlich auch noch.
Für 2 Zöpfe oder ein Brot brauchst du


  • 1 Ei
  • 500g Mehl (Typ 550)
  • 1 Würfel Hefe
  • 60g Butter
  • 100g Zucker
  • 125 ml Sahne, warm
  • 150 ml Milch, warm
  • 1 Prise Salz
Die Zubereitung gestaltet sich auch ganz einfach. Du brauchst nur ein wenig Zeit und Geduld.
Gieße Milch und Sahne zusammen und brösel die Hefe hinein und lasse sie sich auflösen. Gib einen EL Zucker hinzu.
In der Zeit kannst du schon einmal das Mehl mit dem restlichen Zucker und dem Salz mischen und das Ei hinzugeben. 
Kipp jetzt unter ständigem Rühren die Hefelösung hinein und lass danach die Butter Löffelweise oder in Flocken dazu. Jetzt solltest du einen schön geschmeidigen Hefeteig haben. Falls er noch zu sehr klebt, gib noch ein bisschen Mehl hinzu.

Jetzt darf der Teig abgedeckt an einem ruhigen, warmen (aber nicht heißen) Ort gehen, bis er sich etwa verdoppelt hat. 
Teile den Teig nun in zwei Teile. Forme nun aus jedem Teil je drei Stränge und flechte einen engen Zopf aus dem Teig.
Decke die Zöpfe wieder mit einem sauberen Handtuch ab und lasse sie noch einmal 40 Minuten gehen. In der Zeit kannst du den Ofen schon mal auf 180° Umluft vorheizen.
Nach Ablauf der 40 Minuten solltest du dein Brioche noch schnell mit einer Mischung aus Eigelb und Sahne bestreichen ;-)
Jetzt wandert das Ganze noch schnell für etwa 20-25 Minuten in den Ofen und du kannst dich schonmal eine Runde vorfreuen ♥. 

Wie immer bleibt mir noch noch dir viel Spaß beim nachbacken zu wünschen.