Sonntag, 18. Oktober 2015

[Backen] Brioche - Französisches Weißbrot

Ich mochte Frankreich nie besonders. Als Kind war ich 2 mal in der Bretagne im Urlaub. An sich nettes Häuschen, Meerblick und nur wenige Minuten bis zum Strand. Gruselig wurde es dann aber bei einem Restaurantbesuch.
Ich weiß nicht einmal mehr, was ich gegessen habe, aber ich fand es ganz gruselig. Selbst die Pommes an der Strandbude waren unterirdisch. Zum Glück haben wir in einem Ferienhaus gelebt, sodass die Muddi überwiegend gekocht hat. Verhungern mussten wir also alle nicht ;-) Dieses Erlebnis hat sich so in mein Gedächtnis gebrannt, dass ich nie wieder freiwillig hin wollte, zumal ich auf französisch nur beleidigen/fluchen kann und nicht ein Wort verstehe. ^^

Aber dieses Jahr oder spätestens im Frühling 2016 muss ich wohl doch noch einmal nach Frankreich. Unsere geliebte Käthe ist nämlich als Austauschlehrerin schon das zweite Jahr in Frankreich. So richtig mitten drin, und das meine ich wörtlich. Sie wohnt in Bourges, was in der theoretischen Mitte Frankreichs liegt. Und ich fürchte, wenn ich da bin, werde ich auch dort essen müssen ^^ ich werde also mein Kindheitstrauma überwinden müssen, die Arschbacken zusammenkneifen und meinen Eindruck der französischen Küche etwas auffrischen (und ich bete, dass ich positiv überrascht sein werde).


Angefangen haben wir jetzt zu Hause erst einmal mit französischem Gebäck in aller Art. Mein Freund war dieses Jahr schon da unten und hat mir die besten Macarons mitgebracht, die ich bisher je gegessen habe.
Danach fing der Herzmann an Brioche zu kaufen, weil es scheinbar in Bourges Blut geleckt hat, was mich dann natürlich dazu gebracht hat das doch einfach mal selbst machen zu wollen. Also hab ich ein paar Rezepte gewälzt und meine Fühler ein wenig ins Nachbarland ausgestreckt und auch ein ziemlich gutes Ergebnis herausbekommen. 


Kleiner Fakt nebenbei... ihr kennt ja sicher alle den Spruch: Wenn das Volk kein Brot hat, dann soll es eben Kuchen essen. Kuchen war in dem Zitat Brioche, welcher damals ehr als Kuchen galt, als heute. bekannt war Brioche hier in Deutschland auch als Apostelkuchen.

Wie das Ganze funktioniert verrate ich natürlich auch noch.
Für 2 Zöpfe oder ein Brot brauchst du


  • 1 Ei
  • 500g Mehl (Typ 550)
  • 1 Würfel Hefe
  • 60g Butter
  • 100g Zucker
  • 125 ml Sahne, warm
  • 150 ml Milch, warm
  • 1 Prise Salz
Die Zubereitung gestaltet sich auch ganz einfach. Du brauchst nur ein wenig Zeit und Geduld.
Gieße Milch und Sahne zusammen und brösel die Hefe hinein und lasse sie sich auflösen. Gib einen EL Zucker hinzu.
In der Zeit kannst du schon einmal das Mehl mit dem restlichen Zucker und dem Salz mischen und das Ei hinzugeben. 
Kipp jetzt unter ständigem Rühren die Hefelösung hinein und lass danach die Butter Löffelweise oder in Flocken dazu. Jetzt solltest du einen schön geschmeidigen Hefeteig haben. Falls er noch zu sehr klebt, gib noch ein bisschen Mehl hinzu.

Jetzt darf der Teig abgedeckt an einem ruhigen, warmen (aber nicht heißen) Ort gehen, bis er sich etwa verdoppelt hat. 
Teile den Teig nun in zwei Teile. Forme nun aus jedem Teil je drei Stränge und flechte einen engen Zopf aus dem Teig.
Decke die Zöpfe wieder mit einem sauberen Handtuch ab und lasse sie noch einmal 40 Minuten gehen. In der Zeit kannst du den Ofen schon mal auf 180° Umluft vorheizen.
Nach Ablauf der 40 Minuten solltest du dein Brioche noch schnell mit einer Mischung aus Eigelb und Sahne bestreichen ;-)
Jetzt wandert das Ganze noch schnell für etwa 20-25 Minuten in den Ofen und du kannst dich schonmal eine Runde vorfreuen ♥. 

Wie immer bleibt mir noch noch dir viel Spaß beim nachbacken zu wünschen.








1 Kommentar:

  1. Liebe Rike,
    die Brioche sieht waaaaaahnsinnig toll aus. Bei mir geht Hefeteig nie so toll ... :/
    Bin gleich mal Follower geworden - bei Dir kann ich sicherlich noch was lernen :)
    Ganz liebe Grüße
    Teresa

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